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Untergeschoss der Annahütter Henriettenkirche wird erneuert

Schipkau, den 17. 02. 2021

ANNAHÜTTE: Handwerker gehen derzeit in der örtlichen Henriettenkirche ein und aus. Grund dafür ist die längst überfällige Erneuerung des Fußbodens in der Unterkirche. Im Auftrag des hier aktiven Fördervereins Annahütte und der Gemeinde wird der unebene alte Belag beseitigt und durch ein originaltypisches Ziegelpflaster ersetzt. Auf diese Weise sollen die von Gewölben überspannten Räume im Untergeschoss wieder für die Öffentlichkeit nutzbar werden. Geplant sind hier kleinere Konzerte sowie Veranstaltungen des Fördervereins.  

 

Eine kleine Besonderheit der Annahütter Henriettenkirche ist das Untergeschoss. Auf Grund der Hanglage des dortigen Geländes ist das Untergeschoss kein klassischer Keller, sondern hat komplett nutzbare Räume. Deren Nutzung war zuletzt auf Grund eines rissigen Fußbodens nur noch eingeschränkt möglich. Ziel der aktuellen Arbeiten ist es, vor allem diese Gefahrenstellen im Fußbodenbelag zu beseitigen. „Der alte Belag im Untergeschoss war brüchig und vielerorts drohten Stolpergefahren“, sagte Bürgermeister Klaus Prietzel (CDU) kürzlich dazu, „und deshalb entsteht nun in Zusammenarbeit mit dem Förderverein ein neuer schicker Fußboden, der wieder eine Nutzung der Räume ermöglicht.“   

 

In den zurückliegenden Wochen entfernte hier ein Bauunternehmen aus Annahütte zunächst mühsam den alten Ziegelfußboden. In einem zweiten Arbeitsschritt brachten die Handwerker eine Betonschicht ein, die fortan als stabiler Untergrund des Ziegelpflasters dienen soll. In der Betonschicht wurden Leerrohre verlegt, durch die Kabel für neue bedarfsgerechte Wandheizkörper verlegt wurden. Ebenso wurde der weiße Anstrich von Wänden und Deckengewölben erneuert. Derzeit sind die Handwerker mit dem Verlegen des neuen Ziegelpflasters beschäftigt. Art und Farbe der Backsteine wurden zuvor mit der Denkmalbehörde abgestimmt. Lieferant ist eine Ziegelei aus dem nah gelegenen Lichterfeld. „Insofern verarbeiten wir hier einen wahrlich einheimischen Baustoff“, so der Bürgermeister, „ganz wie Kommerzienrat Heye beim Bau der Kirche vor über einhundert Jahren.“

 

Die Henriettenkirche Annahütte wurde nach der vorigen Jahrhundertwende von der Eigentümerin der benachbarten Glashütte, der Hamburger Kaufmannsfamilie Heye, für die damalige firmeneigene Werkssiedlung errichtet. Nach 1990 gelangte das denkmalgeschützte Bauwerk in das Eigentum der Gemeinde, die es seither mit Unterstützung der Annahütter Einwohner sowie vieler Fördergelder aufwändig restaurierte. Die Kirche wird heute als örtliches Kulturzentrum, für gelegentliche evangelische Gottesdienste sowie als Trauraum der Gemeinde genutzt.

 

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