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Zügiger Baufortschritt: In Klettwitz entsteht ein neues Feuerwehrgebäude

Schipkau, den 08.​10.​2025

KLETTWITZ: Mit gleich drei Nägeln besiegelte man Anfang Oktober auf symbolische Weise die Zimmermannsleistungen zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses. Zu den Hämmern griffen dabei Ortswehrführer Andreas Münch, der stellvertretende Ortsvorsteher Kai Schneider sowie Bürgermeister Klaus Prietzel und versenkten routiniert die Nägel im Gebälk. Bürgermeister und Ortswehrführer dankten zuvor allen Mitwirkenden für den bislang erfolgreichen Baufortschritt. Schon wenige Tage später war mit dem Einbau von Fenstern, Sektionaltoren und Türen die Außenhülle des Neubaus geschlossen. Nun folgt rasch der Innenausbau.

 

Im Umfang von knapp 700.000 Euro entsteht derzeit in der historischen Dorfmitte an der Grabenstraße ein nagelneues Feuerwehrgerätehaus. Die Besonderheit dabei ist, dass man sich für ein Bauwerk in Holzständerkonstruktion entschied. Auf diese Weise konnte man in einem Zimmereibetrieb in Ruhland bereits komplette Wandelemente vorbereiten, während vor Ort noch an der Bodenplatte gearbeitet wurde. „Das Gebäude entstand nun quasi in drei Tagen“, so Bürgermeister Klaus Prietzel schmunzelnd, „schneller geht es fast nicht“.

 

Der Neubau umfasst Platz für zwei Fahrzeugstellplätze, ausreichende Sanitär – und Umkleideräume sowie die Haustechnik. „Die Planung wurde zuvor akribisch mit uns abgestimmt“, so Ortswehrführer Andreas Münch, „und letztlich gaben Baubehörde und Feuerwehrunfallkasse auch ihre Zustimmungen.“ Der Neubau wurde notwendig, da die vorherigen Zustände nicht mehr länger haltbar waren. So fehlte es an Platz für zeitgemäße Sanitär - und Umkleidemöglichkeiten. Durch das erfreuliche Anwachsen der Anzahl weiblicher Einsatzkräfte war zudem eine geschlechtergerechte Trennung der Umkleiden nötig. 

 

Auch an vielen weiteren Stellen konnten heutige gesetzliche Standards nicht mehr eingehalten werden. „In dieser Situation hatten wir gleich mehrfaches Glück“, so Bürgermeister Klaus Prietzel weiter, „denn passend zur Überarbeitung des Gefahrenabwehrbedarfsplans gewährte das Innenministerium Fördermittel für genau solche Feuerwehrinfrastruktur.“ Besonders lobt der Bürgermeister dabei das praktische, vertrauensvolle Förderverfahren. „Das Innenministerium zeigt hier ganz klar, wie es laufen müsste: Einfache, niedrigschwellige Anträge, rasche Entscheidungen und geringe Berichtspflichten. Leider sehen wir an anderer Stelle nur das Gegenteil.“

 

Der Neubau in Klettwitz kam zustande, da hier auch die Aufgaben der Wehr stiegen. Durch die Lage inmitten des Gemeindegebiets und dicht an der Autobahn wird die Ortsfeuerwehr Klettwitz immer häufiger zu Einsätzen gerufen. Zudem mehren sich mit umliegenden Pflegeeinrichtungen, dem FamilienCampus Lausitz und dem DEKRA-Lausitzring die potentiellen Einsatzorte. Der zum genau richtigen Zeitpunkt überarbeitete Gefahrenabwehrbedarfsplan bestätigt dies und befürwortet für Klettwitz perspektivisch sogar ein zweites Einsatzfahrzeug. Dies wurde beim Neubau bereits berücksichtigt.

 

„Im Ergebnis haben wir hier gemeinsam mit vielen Partnern alles richtig gemacht“, so Prietzel, „und das sollte auch Grund zu Freude und Dankbarkeit sein.“ Dies war zum Ende des Einschlagens der symbolischen letzten drei Nägel auch der Fall: Die Mitglieder der Ortswehr luden sodann zu einem gemütlichen Beisammensein unter dem Richtkranz ein.

 

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