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Mit Laubbäumen gegen die Waldbrandgefahr: Junge Floriansjünger sind bei Pflanzaktion dabei

Schipkau, den 01.​10.​2025

KLETTWITZ: Auf der Hochkippe oberhalb der Ortslage Klettwitz haben die Floriansjünger der Jugendfeuerwehren aus Klettwitz und Schipkau kürzlich rund 500 Esskastanien und Traubeneichen gepflanzt. Die jungen Helfer wollen mit der Pflanzung dazu beitragen, die ursprünglich reinen Kiefernschonungen in einen klimastabileren Mischwald umzuwandeln. Dieser ist zudem deutlich weniger brandanfällig als ein reiner Nadelwald. Unterstützt wurde die Aktion von der Unternehmensgruppe GICON aus Dresden, dem Landesbetrieb Forst Brandenburg, der Gemeindefeuerwehr und der Gemeinde Schipkau.

 

Bei der Aktion waren für die jungen Brandschützer Kraft und Muskeln gefragt, denn die jungen Bäume mussten zunächst aus den Pflanztöpfen geholt und zu den neuen Standorten getragen werden. Dies geschah jedoch bei bestem Herbstwetter und mit sachkundiger Unterstützung von Revierförster Frank Müller und einer weiteren Kollegin des Landesbetriebs aus dem Revier Sallgast. Als Dankeschön gab es dafür vom Unternehmen GICON ein kleines Geschenk sowie pfiffige Basecaps des Landesbetriebs Forst Brandenburg. 

 

Mit dabei bei der Pflanzaktion war auch Prof. Jochen Großmann, Geschäftsführer der GICON-Gruppe. „Mit der gezielten Aufforstung von Laubbäumen hier im Umfeld des ehemaligen Standorts des weltweit ersten 300-Meter-Höhenwindmessmastes tragen wir dazu bei, dass dieser Wald auch unter den klimatischen Bedingungen der Zukunft bestehen kann“, so Großmann, „aus einer ehemaligen Baufläche entsteht damit in wenigen Jahren ein vitaler Mischwald“. 

 

Auch Schipkaus Bürgermeister Klaus Prietzel griff zum Spaten und würdigte das Engagement: „Ich danke der Ortsfeuerwehr, GICON und dem Landesbetrieb für diese Aktion. Solche Initiativen zeigen, wie gute Partnerschaften nicht nur wirtschaftlich Früchte tragen, sondern zu einer nachhaltigen Umwelt beitragen können“. Der Bürgermeister freute sich dabei besonders darüber, dass sich die jungen Leute aus der Jugendfeuerwehr engagiert in die sinnvolle Pflanzaktion miteinbrachten. „Als Gemeinde finanzieren wir bereits Waldpädagogik“, so Prietzel, „und hier hat nun jeder Teilnehmer seine eigenen Bäumchen, deren Pflege er sicher im Auge behält.“

 

Der 300-Meter-Windmessmast war zuvor im Auftrag der beventum GmbH, einer Tochtergesellschaft der Bundesagentur für Sprunginnovation (SPRIN-D), auf der Hochkippe Klettwitz errichtet und ein Jahr lang betrieben worden. In dieser Zeit konnten erstmals Daten zu Windgeschwindigkeiten und zum Verhalten von Fledermäusen bis in 300 Metern Höhe gesammelt werden.

 

Der GICON-Höhenwindmessmast steht mittlerweile in Jüchen, Nordrhein-Westfalen, und liefert dort weitere wertvolle Daten für die Energiewende. Parallel entsteht im Windpark Klettwitz der erste GICON-Höhenwindturm, der die gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis umsetzt.

 

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