Waldpflegearbeiten im Gemeindewald – Brennholzbezug für Einwohner möglich
Vielerorts finden derzeit im Gemeindearbeit forstwirtschaftliche Holzeinschläge statt. Neben mehreren privaten Waldeigentümern veranlasste auch die Gemeinde im gemeindeeigenen Wald forstwirtschaftliche Pflegearbeiten. Gearbeitet wird in Schipkau rings um die Gartensparte „Am Galgenberg“, im Umfeld des Sportplatzes Hörlitz und des Sportplatzes Klettwitz, nahe des Bergbaumuseums Schacht Klettwitz, an Radwegen sowie an mehreren Stellen in Annahütte. Passanten werden gebeten, die jeweils eingerichteten Sicherheitsabsperrungen zu beachten.
Seit inzwischen schon mehr als zehn Jahren baut die Gemeinde einen eigenen kommunalen Waldbetrieb auf. Von Anfang an ist dabei Christoph Mertzig mit seinem Beratungsunternehmen „Wälder für Menschen“ an der Seite der Gemeinde. Die Erfolge lassen sich sehen: Statt sich selbst überlassen zu bleiben, werden die gemeindeeigenen Waldbestände systematisch durchforstet. Dabei gab sich die Gemeinde eigene, umweltorientierte Bewirtschaftungsziele, die inzwischen auch mit dem PEFC-Prüfsiegel für nachhaltige Waldwirtschaft ausgezeichnet wurden. Neben der Pflege des auf rund 500 Hektar angewachsenen Gemeindewaldes werden Teile der Bestände auch systematisch stillgelegt und komplett der Natur überlassen.
Auch in der aktuellen Holzungsaktion der Gemeinde werden diese Ziele ausgewogen beachtet. „Einerseits wollen wir rechtzeitig hiebreifes Holz aus dem Wald holen und in unser aller Interesse wirtschaftlich vermarkten“, so Bürgermeister Klaus Prietzel, „zugleich erfüllen wir damit vielerorts sehr preiswert unsere Verkehrssicherungspflichten.“ Vormalige brandgefährdete reine Kiefernbestände werden durch die Holzung aufgebrochen und wandeln sich damit mittelfristig zu stabileren Mischwäldern, die dem sich abzeichnenden Klimawandel besser standhalten. In allen Teilbereichen des Gemeindewaldes wurden zudem so genannte Habitatbäume bestimmt, die möglichst lange erhalten bleiben sollen. „Rings um den Annahütter See haben wir viele solcher Bäume, die teils schon abgestorben sind“, so Lukas Zipfel vom Unternehmen „Wälder für Menschen“ GmbH, „und diese Bäume bleiben dann als Nahrungs – und Lebensraum für andere Pflanzen, Tiere oder Pilze erhalten“.
Zur ökologischen Waldwirtschaft gehört es auch, Biomasse im Wald zu belassen. „Häufig wird kritisiert, dass Teile von Bäumen im Wald bleiben und dort verrotten“, berichtete Martin Konzag vom Bauamt kürzlich im Bauausschuss, „dies ist jedoch gewollt, denn der entstehende Humus ist die Nahrung für die nächste Generation von Bäumen“.
Vielerorts ist es jedoch auch möglich, in privater Regie selbst Brennholz aufzubereiten und damit von der Gemeinde zu erwerben. „Die Gemeinde will damit gerne zu einer Brennholzversorgung der Einwohnerschaft beitragen“, so Konzag weiter, „Interessenten senden dazu am Besten bitte eine entsprechende Nachfrage per E-Mail an die Adresse und erhalten sodann ein Angebot zur Selbstwerbung oder Direktkauf von Brennholz aller Art.“

