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Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: „Tour de OSL“ findet am 29. August statt – unter entsprechenden Hygiene- und Abstandsregeln

Schipkau, den 14. 07. 2020

Auch die Kreisverwaltung OSL sagte in diesem Jahr coronabedingt viele ihrer eigenen Veranstaltungen ab. Nun soll zumindest ein Termin im Spätsommer nachgeholt werden: Die Freiluftveranstaltung „Tour de OSL“ unter Leitung von Landrat Siegurd Heinze, ursprünglich für Mai geplant, findet nunmehr am 29. August statt. Start und Ziel der beliebten Radtour bildet der knapp 800-Einwohner-Ort Tettau im Amt Ortrand im Süden des Landkreises. Los geht es um 9 Uhr, Treffpunkt ist der Sportplatz. Für die Sicherheit der Teilnehmer sorgen entsprechende Vorgaben im Hinblick auf Abstand und Hygiene.

 

Die Tettauer blicken in diesem Jahr auf 800 Jahre ihres Bestehens zurück. Gefeiert wird dies im kommenden Jahr. Für Bürgermeister Joachim Nitzsche und den Ortrander Amtsdirektor Kersten Sickert ist es dennoch eine Selbstverständlichkeit, die diesjährige nunmehr bereits 23. „Tour de OSL“ gemeinsam mit dem Chef der Kreisverwaltung zu eröffnen.

 

Über 45 Kilometer führt die Strecke ausgehend von Tettau über Lauchhammer West, Lauchhammer Mitte, Lauchhammer Ost, Schwarzheide, Lauchhammer Süd, Frauendorf, Kroppen, Ortrand, Kleinkmehlen, Großkmehlen und Lindenau wieder zurück zum Ausgangsort.

 

Höhepunkte entlang der Strecke

Neben der schönen Natur und Landschaft verkürzen traditionell interessante kulturelle Haltepunkte entlang der Strecke die Fahrzeit und sorgen für entsprechende Ruhepausen.

 

Zu Beginn gewährt das Kunstgussmuseum Lauchhammer im denkmalgeschützten ehemaligen Schulgebäude in unmittelbarer Nähe zur Kunstgießerei einen Einblick in den vom 18. Jahrhundert an bis heute betriebenen Kunstguss. Gezeigt werden Eisen- und Bronzegüsse von Skulpturen und kunstgewerblichen Gegenständen sowie der historische Modellfundus aus dem Besitz der Gießerei. Zudem erwartet die Gäste die Sonderausstellung „Handwerk und Schöpfung“.

 

Das nach mehrjähriger Pause mit gebündelten Kräften von Bürgern, Investoren, Unternehmen und der Stadt Ortrand sanierte und im Mai 2019 wiedereröffnete Ortrander Freibad bildet den zweiten Haltepunkt. Der jetzige Betreiber, der Förderverein des Ortrander Freibades – die Wassersportgemeinschaft Niederlausitz e.V., betreibt die Anlage mit viel Engagement. Hiervon können sich auch die Teilnehmer der Tour überzeugen. Auch der angrenzende Campingplatz kann besichtigt werden. Zudem besteht die Möglichkeit, ein Mittagsessen einzunehmen und sich „von innen“ zu erfrischen.

 

Unweit entfernt präsentiert sich der Kulturbahnhof Ortrand. Der erst vor wenigen Jahren denkmalgerecht sanierte ehemalige Güterschuppen ist heute bereits ein fester Anlaufpunkt für Kulturfans. Künstler aus der Region treten hier im einmaligen Ambiente auf. Der Kultur-Güter-Schuppen als auch der Nostalgiekeller „Zum Abstellgleis“ können für Feiern und Veranstaltungen gemietet werden. Im ehemaligen Badehaus findet sich ein kleines Eisenbahnmuseum. Interessierte können im umgebauten Eisenbahnwaggon „Grüner Ferdinand“ oder „Stiller Hannes“ nächtigen.

 

Das im 16. Jahrhundert als Renaissanceschloss erbaute Schloss Großkmehlen inmitten einer reizvollen Parkanlage bildet nach etwa 35 Kilometern Strecke die letzte Adresse, bevor die Route auf der Zielgeraden zurück nach Tettau führt. Das Schloss befindet sich im Eigentum der Brandenburgischen Schlössergesellschaft. Der ehemalige Schlossgraben und auch der vier Hektar große Park sind im Wesentlichen erhalten und bereits teilweise saniert. Heute haben im Schloss u.a. Künstler und eine Malschule ihr Domizil. Regelmäßig finden Veranstaltungen, wie das Schloss- und Hopfenfest oder der Tag des offenen Denkmals, statt. Hochzeitspaare können sich im Schloss und Schlosspark das Ja-Wort geben.

Auch in diesem Jahr werden unter allen Teilnehmern der Tour de OSL attraktive Preise verlost. Den Hauptgewinn der Tombola bilden zwei Elektrofahrräder, zur Verfügung gestellt durch die Sparkasse Niederlausitz. „Aber auch einige kleinere Sachpreise sind vorgesehen.“, verrät Jens Bergmann, Mitarbeiter der Kreisverwaltung und Organisator der Tour.

 

Auch der jüngste und der älteste Radfahrer werden traditionell ermittelt und deren Leistung gewürdigt. „Der bislang älteste Teilnehmer war 86 Jahre alt, der jüngste Teilnehmer, der die Strecke aus eigener Kraft zurückgelegt hat, 5.“, erinnert sich Bergmann.

 

Sicherheit der Teilnehmer hat Priorität

Wenngleich die Veranstaltung unter freiem Himmel stattfindet und in den Vorjahren durchschnittlich nicht mehr als 250 Personen teilnahmen, werden auch die Teilnehmer der Tour de OSL gebeten, entsprechende Hinweise im Hinblick auf den Schutz vor dem neuartigen Coronavirus zu beachten.

 

So sollten die Radler morgens mit ausreichend zeitlichem Vorlauf am Startpunkt eintreffen, um größere Ansammlungen bei der Anmeldung und der Ausgabe der Tombola-Lose zu vermeiden. Die Veranstalter sorgen vor Ort dafür, dass sich die Teilnehmer entsprechend räumlich verteilen.

 

Teilnehmer müssen ihre Personenangaben vor Ort in Anwesenheitslisten eintragen, um bei Bedarf die Rückverfolgung von Infektionsketten zu ermöglichen. Ausreichend Listen und Kugelschreiber liegen vor Ort aus.

 

Während der Veranstaltung gelten die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln.

 

Bei Aufenthalten in geschlossenen Räumen bzw. dort, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, bspw. direkt an den einzelnen Haltepunkten oder in Sanitäranlagen, besteht die Pflicht, Mund und Nase zu bedecken. Während des Fahrens ist dies jedoch nicht notwendig.

 

„Die Teilnehmer sollten aus jetziger Sicht in jedem Fall eine Mund-Nasen-Bedeckung mitbringen“, erklärt Bergmann. Er verweist darauf, dass die einzelnen kulturellen Haltepunkte entlang der Strecke eigenständig erkundet werden können. „Vertreter der Einrichtungen beantworten gern Fragen und erteilen Auskunft. Gemeinsame Führungen, wie in der Vergangenheit angeboten, wird es in diesem Jahr jedoch nicht geben. Unter anderem müssen sich die Teilnehmer ggf. auch auf kurze Wartezeiten beim Zutritt zu den Objekten einstellen“, bittet er bereits im Voraus um Verständnis.

 

Über die Regelungen zur Durchführung der diesjährigen Tour de OSL informieren die Veranstalter nochmals vor Ort. Auch über die Internetseite www.osl-online.de können aktuelle Hinweise nachgelesen werden. Fragen der Teilnehmer beantwortet Jens Bergmann Interessierten gern auch im Vorfeld: (03537) 870 5128, .  

 

Die Organisation der Tour erfolgt in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt. „Die Sicherheit unserer Teilnehmer, insbesondere vor dem Hintergrund der zurückliegenden weltweiten Entwicklungen rund um das neuartige Corona-Virus, hat höchste Priorität“, versichert Bergmann, der sich freut, dass die Entscheidung zur Durchführung der Veranstaltung noch im Jahr 2020 positiv ausfallen konnte. Anlass hierfür bildet das anhaltend niedrige Infektionsgeschehen in der Region.

 

Nicht zuletzt ermöglicht das Land Brandenburg auf Grundlage seiner SARS-CoV-2-Umgangsverordnung sowie der Großveranstaltungsverbotsverordnung die Durchführung von Veranstaltungen mit bis zu 1000 Anwesenden, insofern ein geeignetes Hygienekonzept vorliegt, welches u.a. die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen sicherstellt. Zur Prüfung des Konzeptes können sich Veranstalter an die zuständigen Gesundheitsämter wenden.  

 

Organisatorische Hinweise

Darüber hinaus erteilt Jens Bergmann auch allgemeine Hinweise zur Tour. „Schattige Streckenabschnitte und sonnige Passagen wechseln sich ab.  Das Streckenniveau ist einfach gehalten und dadurch für jedes Fitnesslevel geeignet.“, versichert er.

 

Das Parken ist direkt am Sportplatz in Tettau möglich. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Lauchhammer oder Ortrand.

 

Traditionell begleitet auch in diesem Jahr ein Fahrradpannendienst die Tour, der bei Bedarf mit Ersatzreifen, Werkzeug oder einem Shuttlefahrzeug aushelfen kann. Ebenso wird die Veranstaltung durch die Polizeiinspektion Senftenberg und die Sanitätseinheit des Kreisverbandes Lausitz e.V. abgesichert.

 

Während der Tour wird an einem Getränkestopp kostenfrei vom WAL-Betrieb bereitgestelltes Wasser ausgereicht. „Die Teilnehmer sollten dennoch, insbesondere bei wärmeren Temperaturen, an ausreichend Getränke im Gepäck denken“, heißt es.  

 

Foto: Landkreis

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