Meuro: Nach Teilsperrung der Drochower Straße wird weiteres Vorgehen untersucht
MEURO: Kraftfahrer brauchen dieser Tage im Gemeindegebiet gute Nerven, denn vielerorts sind Straßen auf Grund von Baustellen nur eingeschränkt oder gar nicht passierbar. Für zusätzliche Schwierigkeiten sorgt zudem eine Teilsperrung der Überführung der Drochower Straße über den Meuroer Graben am Sportplatz Meuro. Hier gilt nun ein Tempolimit von max. 20 km/h und zudem die Begrenzung des zulässigen Maximalgewichts von Fahrzeugen auf 3,5 t. Betroffen ist davon auch der Busverkehr der Linien Großräschen – Ruhland und Großräschen - Lauchhammer.
Im Rahmen einer neuerlichen Inaugenscheinnahme der aus DDR-Zeiten stammenden Straßenbrücke wurde festgestellt, dass sich dort die Schäden ausbreiteten. Eindringende Feuchtigkeit führte zu chemischen Reaktionen im Beton der Brücke sowie in der Folge zu voranschreitender Korrosion des dort verbauten Stahls. In der Folge blieb der Gemeindeverwaltung nur die Teilsperrung der Straßenbrücke übrig. Ziel der Sofortmaßnahme ist die Abwehr von Gefahren für die Öffentlichkeit, speziell für Verkehrsteilnehmer mit schwereren Fahrzeugen.
Bei der Teilsperrung soll es jedoch nicht bleiben. Nach Angaben des Bauamtes der Gemeinde ist bereits eine zusätzliche Brückenschau beauftragt, die ein speziell dafür geschulter Brückensachverständiger ausführt. Dann soll das konkrete Ausmaß der Schäden ermittelt – sowie über das weitere Vorgehen an der kniffligen Stelle beraten werden.
Der Blick richtet sich zudem schon auf weitere Handlungen zum Ersatzneubau einer Brücke oder eines Durchlasses an der Stelle. „Ein solches Vorhaben stellt für unseren Gemeindehaushalt eine erhebliche Belastung dar“, so Martin Konzag vom Bauamt der Gemeinde, „und so werden wir zunächst kritisch hinterfragen, welche Dimension das zukünftige Bauwerk haben muss.“ Hintergrund dessen ist die Tatsache, dass der Meuroer Graben weitüberwiegend nur noch zur Ableitung von Grubenwasser gebraucht wird, welches die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau Verwaltungsgesellschaft (LMBV) aus dem Restloch Westmarkscheide abpumpt. „Ansonsten würde hier ein einfacher Rohrdurchlass genügen, der schneller und preiswerter zu haben wäre“, so Konzag weiter.