Ampel regelt fortan Verkehrsfluss zwischen Klettwitz und Kostebrau

Schipkau, den 21.08.2019

KLETTWITZ: Nutzer des Hauptwirtschaftsweges von Klettwitz nach Kostebrau werden es schon ahnen: Ab sofort kann inmitten des früheren Tagebaus Klettwitz eine rote Ampel die bisherige Fahrt auf der imposanten Strecke stoppen. Der Grund dafür sind aktuelle bergbauliche Sanierungsarbeiten im Grenzschlauch Kostebrau. Die aufwändigen Arbeiten sind bis Ende 2020 geplant. Während dieser Zeit wird auch die Ampelanlage benötigt, um den querenden Erdmassentransporten eine reibungslose Fahrt zu ermöglichen und damit insgesamt eine rasche Sanierung des Bereiches zu sichern.

 

Millionen Kubikmeter Erdreich werden in den kommenden 15 Monaten im früheren Grenzschlauch Kostebrau des Großtagebaus Klettwitz umgelagert. Ziel dessen ist es, steile Böschungen abzuflachen und verbliebene Tieflagen zu schließen. All dies dient in erster Linie der Beseitigung von Gefahren aus dem früherem Bergbau und einer optimalen Nachnutzung der Flächen. Klettwitz und Kostebrau erwarten bereits seit Langem die Aufhebung von Sperrgebieten und Bergaufsicht sowie die Rekultivierung der Flächen.   

 

Die Erdmassen müssen dabei teils über weite Strecken transportiert werden. Dabei wird u.a. der Hauptwirtschaftsweg Klettwitz – Kostebrau gequert, der vor neun Jahren für den öffentlichen Straßenverkehr freigegeben wurde. Bis zu 40 Überfahrten pro Stunde sind möglich. Um den reibungslosen Ablauf dieser Transporte nicht zu gefährden, erhalten die Sanierungsfahrzeuge eine Vorrangschaltung.

 

„Das Aufeinandertreffen des Sanierungsbergbaus mit der öffentlichen Straßennutzung war eine knifflige Sache“, so Martin Konzag vom Bauamt der Gemeinde, „und wir sind nun froh, dass es statt einer Vollsperrung die Ampellösung geben wird.“ Die Ampelanlage ist zudem auch mit einer Radfahrererkennung ausgestattet.

 

Foto: Schon vorbereitet: Fast exakt auf der Gemarkungsgrenze entstand eine Ampelanlage