Gewässerverband reinigt Klettwitzer Moreitsgraben

Klettwitz, den 15.02.2018

KLETTWITZ: Exakt an der Grenze zwischen Schipkau und Klettwitz schreiten derzeit Arbeiten am Moreitsgraben voran. Mitarbeiter des Gewässerverbandes „Kleine Elster Pulsnitz“ sind hier derzeit damit beschäftigt, den Bewirtschaftungsstreifen entlang des Gewässers wieder freizulegen. Anschließend werden aus dem knapp 1000 Meter langen Vorfluter  Abflusshindernisse beräumt.

 

Rund 20 Jahre sind seit der letzten Instandsetzung des Moreitsgrabens vergangen. Jahrelang bestand daran auch kein Bedarf, da der Graben wegen des angrenzenden Tagebaus Klettwitz trocken fiel. Mit der Verfüllung von Tieflagen bei Klettwitz und dem voranschreitenden Wiederanstieg des Grundwassers änderte sich dies. Inzwischen führt der Graben fast ganzjährig Wasser, und so wurde es Zeit, für einen ungehinderten Ablauf zu sorgen.

 

„Die aktuellen Arbeiten dienen insbesondere dem gesicherten Abfluss von Oberflächenwasser aus dem Grenzschlauch Klettwitz“, berichtete Bauleiter Gerhard Katschner vom Gewässerverband kürzlich bei einem Baustellentermin. Der Moreitsgraben wurde dort bereits vor Jahren bis nahe Poley verlängert und entwässert damit wieder ein großes Gebiet. Damit es hier zu keinem Rückstau kommt, erteilte die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) dem Gewässerverband den Auftrag zu den Arbeiten. „Die bergbaubedingten Mehrkosten finanziert dabei die LMBV“, so Katschner.

 

Seitens der Gemeinde werden diese Arbeiten unterstützt. „Hinsichtlich der Beherrschung des Grundwasserwiederanstiegs sind wir mit der LMBV in ständigem Kontakt“, so Bürgermeister Klaus Prietzel (CDU). Insbesondere die weitläufigen geotechnischen Sperrgebiete nahe den Ortslagen Schipkau und Klettwitz machen der Gemeinde Sorgen, „und so sind wir froh, dass nun die Probleme angegangen werden.“

 

 

Foto: In Klettwitz arbeitet der Gewässerverband am Moreitsgraben in der Nähe der historischen Knoppmühle, welche schon Mitte des 16. Jahrhunderts erwähnt wurde.